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Über Armsheim

„Der bedeutenste Beitrag der Grafen von Veldenz zur Entwicklung ihrer Stadt war der Bau der Kirche zum Wundertätigen Blut und die damit verbundene Förderung der Wallfahrt.“Armsheim erhielt unter der Herrschaft der Grafen von Veldenz im Jahre 1349 das Stadtrecht. Mit der Verleihung des Stadtrechtes waren Markt- und Mauerrecht verbunden, weshalb die Veldenzer Herren die Stadt ab 1438 befestigten. 1440 wird ein Wasserschloss gebaut, allerdings wird schon 1354 eine Burg erwähnt.Das heutige Schloss ist von 1574, da die alte Anlage ab 1471 verfiel.Das Siegel von 1444. Das Wappen wird heute noch so geführt, allerdings mit dem Pfälzer Löwe. Ich nehme an, das damals der Veldenzer Löwe geführt wurde, der Unterschied ist rein farblich! (siehe Foto)Am 9. Mai1431 wird der Bau der Wallfahrtskirche begonnen. Allerdings fällt Armsheim noch während der Bauzeit an die Kurpfalz. Der Turm der Kirche wird erst nach 1471 begonnen. Trotzdem ist auch die unfertige Kirche bereits ein Wallfahrtsort. Als Zeichen der Wallfahrt gelten die zwei Engel (die für das Altarsakrament und für Himmelfahrt stehen) die den Kelch mit dem Blut (Wein =Eucharistie) halten.Die Wappen auf der Gründungstafel im Kirchenschiff weisen noch heute auf die Stifter hin: die Wittelsbacher Rauten, der Veldenzer Löwe und die Zackenlinie von Geispitzheim.Die Nachkommen der Linie Wittelsbach-Veldenz regierten bis 1918 das Königreich Bayern. Die Kirche zum Wundertätigen Blut ist damit wahrscheinlich die einzige Stiftung, die sich auf die Begründung dieser noch existierenden Linie des Hauses Wittelsbach bezieht.Bedeutung ArmsheimsDie Stadt Armsheim hatte die Kurpfalz als direkten Nachbarn in Schirmsheim und Ensheim. Die kurpfälzische Oberamtsstadt Alzey liegt nur eineinhalb Stunden östlich. Die Bautätigkeiten der Kirche kann den Kurpfälzern also nicht sehr gelegen haben. So sagt der Chronist von Kemnat 1470 Armsheim sei „das beste schloss hertzog Ludwigs, daraus er die Pfalz beschedigen mocht.“Alzey selber hatte eine starke Burg und eine starke Vorratshaltung, weshalb hier immer wieder Truppen gesammelt wurden. Auch 1460 lagerte Kurfürst Friedrich in Alzey, bevor er gegen Ludwig von Veldenz ins Feld zog!Untergang1470 wurde Armsheim vom Kurfürst Friedrich I belagert, da sich Ludwig von Veldenz in einem kurfürstlichen Streit gegen Weißenburg einen Posten annimmt, der gegen den Frieden von 1461 verstößt..Nach vier Tagen Belagerung geben die Armsheimer kurz vor dem Sturm auf die Stadt, auf, wohl auch weil schon Teile der Stadtmauer zerstört waren, z.B. an der „Schweizer Grube“ am Ende der Mühlstraße, an der die Schweizer Söldner in die Stadt eindrangen. Daran ist die überlegene Kriegsführung Friedrichs schuld, die wohl vor allem auf der Artillerie beruhte: innerhalb von vier Tagen war das Heer durch Dauerbeschuss und Grabarbeiten an die rückwärtige Mauer herangekommen und hatte sie sturmreif geschossen.Am 30. Juni 1470 ergibt sich Armsheim. „18 Edle, 42 Reisige und 50 Fußknechte kamen in Gefangenschaft.“Allerdings gibt es einen Bericht von Johannes Trithemius, nach dem die Stadt“ mit Maschinen, Bombarden und Gräben tüchtig angegriffen, erobert und am Tag Pauli Bekehrung in Besitz genommen“ wurde, demnach gewaltsam.Danach wurde die Stadt „geschätzt“, also ausgeplündert; kein Haus blieb verschont, keine Familie behielt ihr Eigentum.Ab 1471 kommt die Stadt in kurpfälzische Verwaltung, Burg und Mauern werden geschleift.Quellen: Steitz, Heinrich; Armsheim in Rheinhessen und seine ehemalige Wallfahrtskirche; RVDL; Köln; 1985Bickel, Wolfgang; Die Kirche Zum Heiligen BLUt in Armsheim als Spiegel ihrer Zeit; Wernersche; Worms; 2004Angefügte Bilder: klicken um den Text zu bearbeiten

(mit einem herzlichen Dank an "Sebastian Kreisel" der das erarbeitet hat)



Veldenzer Aufgebot 1462

Ere vnd TreweLon vnd solt